Helmut Theodor Rohner | PORTRÄT

Aktuelles


Jahrhundertealte Spaltung

In der katholischen Kirche gibt es seit Jahrhunderten die Lehre, es gebe zweierlei Menschen in der Kirche: die Kleriker und die Laien. Wer das Weihepriestertum erhalten habe, heißt es, unterscheide sich wesentlich von den andern Gläubigen, die durch Taufe und Firmung das sogenannte allgemeine Priestertum erhalten haben. Die einen sind die Hirten, die andern die Schafe; die einen die Väter, die andern die Kinder; die einen können befehlen, die andern müssen gehorchen.
Jesus sagte, unter seinen Jüngern und Jüngerinnen gebe es nur einen Vater, nur einen Meister, nur einen Lehrer, alle andern seien Brüder (und Schwestern).
Papst Franziskus hat schon mehrmals durch Worte und Maßnahmen versucht, den Laien, Männern und Frauen, mehr Gewicht und Einfuß in der Kirche zu geben. Aber die geschilderte, dem Willen Jesu widersprechende Spaltung ist damit leider noch lange nicht aufgehoben.

Helmut Rohner
(Erstmals veröffentlicht als Blitzlicht in der Oktober-Nummer von Kirche In)


Mit Osteraugen angemerkt

Leben ist Liebe
und Liebe ist Leben.
Wer hasst,
der steht auf der Seite des Todes,
für die andern und für sich selbst.
Darum sagt Jesus: Liebet eure Feinde!
Nur so seid ihr Söhne und Töchter
des Gottes des Lebens und der Liebe.
Nur wer seinen Haß überwindet
ersteht zu neuem Leben.

Jerusalem bedeutet Stadt des Schalom, Stadt des Friedens. Auch dort muß der Friede und das Leben auferstehen. Für Israelis und Palästinenser ist es schier unmöglich, an das Leben im Frieden zu glauben. Doch die einzig mögliche Alternative ist der Tod aller oder der Krieg ohne Ende.
Selbst der IS ist nicht mit Waffen, Soldaten, Mauern und Polizei zu besiegen. Das wissen eigentlich alle. Was könnte Gott für Pläne damit haben, dass Christen und Muslime nicht mehr geographisch getrennt plötzlich zu Tausenden in denselben Ländern, Tür an Türe miteinander leben?
Vom Wohlstand verwöhnt, lau in ihrem Glauben, immer weniger solidarisch mit den Hungernden haben die Deutschen, die Schweden und die Österreicher ein Jahr lang gezeigt, wozu sie mit Offenheit, Liebe, Vertrauen und Zusammenstehen fähig sind.
Auferstehung, warum ließest du dich durch die Politik abwürgen?

Helmut Rohner
Glosse für die Oster-Nummer 2017 von Wir-sind-Kirche


Durchbruch in der Primatfrage

Wir Orthodoxe erwarten von Franziskus einen Durchbruch bei der Primatsfrage des Papstes. Diese Meinung vertritt der bekannte orthodoxe Theologe Larentzakis in Graz. Wie könnte eine für beide Seiten akzeptable Lösung dieser Streitfrage aussehen? Die Antwort lautet: Indem die katholische Kirche von der orthodoxen nur die Anerkennung der Primatslehre verlangt, wie sie im ersten Jahrtausend formuliert und gelebt wurde. Eine solche Antwort überreichte Papst Paul VI. 1967 in einem Kurzdokument (Breve) dem Ökumenischen Patriarchen Athenagoras. Und der Theologe Josef Ratzinger kam 1974 zu demselben Ergebnis. Ratzinger hat diese Meinung freilich nur als Professor, nicht als Präfekt der Glaubenskongregation oder als Benedikt XVI. vertreten. Aus dem bisherigen Verhalten von Franziskus, dem Bischof von Rom, schöpfen Larentzakis und andere Orthodoxe die Hoffnung, dieser könne einer solchen oder ähnlichen Lösung zustimmen.

Helmut T. Rohner
(Erstmals veröffentlicht als Blitzlicht in der September-Nummer von Kirche In)


Aktiver Papst – passive Bischöfe

Viele Bischöfe, unter ihnen auch die österreichischen, sind „Fans“ von Papst Franziskus und loben ihn bei jeder Gelegenheit, aber sie ahmen ihn nicht nach, sie tun es ihm nicht gleich. Deshalb ist von allen Seiten der Ruf nach aktiveren, mutigeren und dynamischeren Bischöfen zu hören. Worauf warten die Bischöfe noch? Darauf, dass ihnen der Papst genau vorkaut, was sie tun und was sie nicht tun dürfen. So sind sie es von der Vergangenheit her gewohnt. Und diese Gewohnheit aufzugeben, scheint ihnen offensichtlich riskant und gefährlich. Papst Franziskus hat aber schon mehrmals wiederholt, dass er diese Tradition nicht weiterführen will. Die Bischöfe sollen selber nachdenken und selber entscheiden, denn auch sie haben eine selbstständige Verantwortung in der konkreten Gestaltung der Kirche.
In einer Pressekonferenz hat sich nun auch die Pfarrer-Initiative laut und ausführlich dem Chor der Rufer nach aktiveren Bischöfen angeschlossen. Ihr Obmann, Helmut Schüller, sagt: „Wir wollen unsere Bischöfe aufwecken und ermutigen, die Bälle des Papstes aufzugreifen.“ Interessant, daß Schüller zu den Bällen, die der Papst den Bischöfen zuwirft, auch die Zulassung der Frauen zum Weiheamt sieht. Und er betont sehr richtig: „Und zwar nicht wegen des Priestermangels, sondern wegen der Gleichwertigkeit und der gemeinsamen Gottebenbildlichkeit von Mann und Frau.“ Gleichzeitig freut er sich, dass er ein ermutigendes Zeichen - wer hätte das in dieser Frage gedacht?! - aus der Orthodoxie anführen kann. In Afrika wurden nämlich vor kurzem sieben orthodoxe Frauen zu Diakoninnen geweiht.
(Erste Glosse für Wir sind Kirche 2017)

Helmut Rohner


Muslima gründet Moschee

Was ein Mann kann, das kann auch eine Frau, haben sich sicher schon viele Frauen gedacht, auch im Islam. Doch dass eine Frau eine Moschee gründen könnte, schien den meisten wohl unmöglich. In Berlin ist das im heurigen Sommer geschehen. Seyran Ates, eine türkisch-stämmige Rechtsanwältin gründete eine Moschee des liberalen Islam. Ist das nicht lebensgefährlich? Doch, die Polizei stellt Frau Ates rund um die Uhr Leibwächter zur Seite. Die Frau leitet nicht das Freitagsgebet, predigt dabei aber abwechselnd mit einem Mann.
Worum geht es Frau Seyram Ates?
Sie vertritt einen friedliebenden Islam und eine friedliebende Koran-Auslegung. Die Moschee in Berlin soll jenen Menschen eine spirituelle Heimat bieten, die keine Trennung zwischen den Geschlechtern oder den verschiedenen Strömungen des Islam oder zwischen den Muslimen und den vermeintlich Ungläubigen akzeptieren. Unter allen soll der Dialog möglich gemacht und gepflegt werden. Alle, die gegen Terror und Gewalt sind, sollen sich zusammentun und den Extremismus bekämpfen. Sie wollen sich nicht mehr vorschreiben lassen wie sie ihre Religion zu leben haben. Der Islam ist eine individualistische, demokratische und Basis-orientierte Religion und so soll er auch gelebt werden dürfen. Die Antwort nach der Ausrichtung der neuen Moschee ist sehr einfach: Wir sind Muslime, die bewusst im 21. Jahrhundert und somit anders als im 7. Jahrhundert leben. Die Verantwortung für unsere Religion zwingt uns, diese nicht den Extremisten zu überlassen.
(Zweite Glosse für Wir sind Kirche 2017)

Helmut Rohner


Wandel der Dogmenkongregation

Die Absetzung von Kardinal G.L Müller als Präfekt der Glaubenskongregation hätte ich nie für möglich gehalten. Doch nun ist sie eine Tatsache. Und alle sehen jetzt: Papst Franziskus kann trotz all seiner Barmherzigkeit und seinem Bemühen, alle mit auf den Weg zu nehmen, auch durchgreifen. Jesus lehrte nicht in Dogmen, sondern in Gleichnissen, nicht überstülpend, sondern hinführend, Menschen ermunternd, nicht verurteilend. Soll die Glaubenskongregation nun in ein der Botschaft Jesu und der Weltkirche besser dienendes Werkzeug umgestaltet werden? Papst Franziskus hat erste, entscheidende Schritte in diese Richtung gesetzt. Er hat drei Mitarbeiter des Kardinals fristlos entlassen. Er hat den hartherzigen, in der Tradition von Josef Ratzinger stehenden Dogmatiker G. L. Müller als Leiter durch einen „Mann der Mitte“ (hoffentlich ist er das, was er von sich selbst behauptet) ersetzt. Und er begrenzt die Amtszeit des Präfekten auf 5 Jahre.

Helmut T. Rohner
(Erstmals veröffentlicht als Blitzlicht in der August-Nummer von Kirche In.)


„Einheit in Verschiedenheit“

Einen passenderen‚Termin als den Pfingstsonntag hätte Papst Franziskus nicht aussuchen können für sein Plädoyer für die „Einheit in Verschiedenheit“ unter den Katholiken (innerkirchlich) und den Christen (ökumenisch). Es sei ja der Geist selbst, sagt er, der die Verschiedenheit und die Einheit schaffe. Vor mehreren zehntausenden Gläubigen auf dem Petersplatz nannte es der Papst eine „Versuchung“, eine Einförmigkeit in der Kirche herstellen zu wollen. Dann gebe es keine Freiheit mehr. Gott lasse zu jeder Zeit neue und vielfältige Geistesgaben aufblühen. Die Kirche müsse ein „offenes und einladendes Haus“ sein. Zugleich warnte Franziskus vor der umgekehrten „Versuchung“, „Verschiedenheit ohne Einheit“ zu sehen und sich auf ausschließende Positionen zu versteifen. Diese Gefahr sieht er sowohl bei den unbeugsamen Bewahrern der Vergangenheit als auch bei den Avantgardisten der Zukunft. Christen sollen sich nicht als Rechte oder Linke, sondern als „Brüder und Schwestern in dem einen Heiligen Geist“ sehen. Auf Verurteilungen, Ausgrenzungen und einseitige Kritik sollten sie verzichten.

Helmut Rohner
(Erstmals veröffentlicht als Blitzlicht in der Juli-Nummer von Kirche In)


Arbeitslose, wir brauchen euch!

Die heutige Gesellschaft sagt zu vielen Menschen: „Wir können euch nicht brauchen. Ihr seid unnütz. Eine Last für die andern.“ Ein Projekt der Waldviertler Betriebsseelsorge wagt einen ganz neuartigen Zugang. Hier wird den jungen und alten, gebildeten und ungebildeten Langzeitarbeitslosen gesagt: „Unsere Gemeinde braucht das, was ihr könnt. Ihr dürft 18 Monate lang tun, was euren Fähigkeiten und Begabungen entspricht. Ihr bekommt weiterhin euer Arbeitslosengeld und eure Mindestsicherung. Bei euren eigenen Projekten z. B. in der Altenbetreuung, im Obstbau, als Musiker oder mit einem kleinen eigenen Geschäft bekommt ihr Begleitung und Wertschätzung und könnt so ein neues Selbstbewußtsein entwickeln. Manche werden einen Job oder eine Anstellung bekommen oder den Sprung in die Selbstständigkeit schaffen. Wichtig ist vor allem, dass ihr mit eurem Leben wieder etwas anfangen könnt. Unsere Gemeinde schaut auf eure Talente, nicht sosehr auf eure Defizite.“ Beim Projekt in Heidenreichstein können 40 Teilnehmer/innen ihr Glück versuchen. Herr Immervoll, der Initiator, ist kein Fantast, sondern ein erfolgreicher und erfahrener Sozialpionier.

Helmut T. Rohner
(Als Blitzlicht in der Juni-Nummer von Kirche In erstmals veröffentlicht.)


Reformation in Finnland

Wenige Österreicher wissen, wie in Finnland die Reformation abgelaufen ist. Seit dem 16. Jahrhundert ist Finnland das am stärksten evangelisch-lutherische Land der Welt. Woher diese Vorherrschaft der Lutheraner? In Finnland war die Reformation, genannt „Uskonpuhdistus“ (= Reinigung des Glaubens), kein Bruch, sondern ein ziemlich friedlicher Übergang. Die katholische Kirche vollzog damals eine Erneuerung des Glaubens, die einem kleinen Teil zu weit, einer anderen Minderheit nicht weit genug ging, aber von der Gesamtkirche akzeptiert, ja zum Großteil begrüßt wurde. In der Domkirche in der ehemaligen Hauptstadt Turku ist diese Tatsache im Bild festgehalten. In derselben Apsis sehen wir auf der einen Seite Bischof Heinrich aus Schweden, der den Finnen den katholischen Glauben brachte und auf der anderen Seite Mikael Agricola, den finnischen Reformator, der denselben Glauben erneuerte. Wäre die Reformation in Deutschland und Österreich ähnlich vor sich gegangen, so stünden wir heute vor einer total anderen Situation.

Helmut Th. Rohner
(Erstmals veröffentlicht als Kurzkolumne in der Mai-Nummer 2017 von Kirche In)


Priester und Priesterinnen

Jesus glaubte, dass das Ende dieser Welt bevorstehe (Naherwartung). Deswegen hat er keine Kirche gegründet. Aber ich glaube, dass man zurecht sagen kann, nachdem die Naherwartung nicht eingetroffen war, haben die Christen legitimerweise eine organisierte Glaubensgemeinschaft geschaffen. Sich auf Worte und Taten Jesu berufend, taten sie das im Geiste Jesu.
Eines jedoch ist nach den Evangelien klar: Jesus war kein Priester und hat auch keine Priester geweiht. Noch klarer müßte sein, dass Jesus keine Zweiklassengesellschaft (Laien und Klerus) wollte. Ihm war die Geschwisterlichkeit und die gleiche Würde aller Menschen vor Gott ein Hauptanliegen. Die Priesterweihe könnte man in dieser Sicht aufheben. Wenn dieses Amt in der katholischen Kirche einen dem Geiste Jesu entsprechenden Sinn haben soll, dann nur nach grundlegender Neudeutung. Dann muß es auch für Frauen geöffnet werden können. Also: Frauenpriesterinnen ja, aber nicht so, wie die jetzigen Männerpriester von der Kirche gesehen werden. Helmut Rohner, Dornbirn

In der April-Nummer 2017 von Kirche In als Kurzkolumne erstmals veröffentlicht.


Ausweitung der Befreiungstheologie

Ich erinnere mich gut daran, wie ich zum erstenmal diesen bärtigen und feschen brasilianischen Befreiungstheologen Leonardo Boff auf einer Nationalversammlung der „Pastoral der Marginalisierten Frauen“ traf. Er sagte mir: „Heute müsste ich eigentlich in Rom sein. Ich wurde wieder zitiert. Doch ich hab der Glaubensbehörde geschrieben: Ich kann leider zu dem Termin nicht, weil ich auf eine Versammlung der Prostituierten muß.“ Es tat ihm richtig wohl, dass er so antworten konnte und somit bezeugte, dass ihm in erster Linie nicht die lupenreine Lehre, sondern die an den Rand gedrängten Menschen am Herzen lagen. Heute haben wir einen Bischof von Rom, der ganz ähnlich denkt, schreibt und handelt. Leonardo kann jetzt sagen: „Franziskus ist einer von uns. Er hat die Befreiungstheologie zum Allgemeingut der Kirche gemacht. Und er hat sie ausgeweitet. Wer von den Armen spricht, muß heute auch von der Erde reden, weil auch sie ausgeplündert und geschändet wird.“ Boff ist stolz darauf, dass der jetzige Papst auch ihn zu Rate gezogen hat und den Öko-sozialen Ansatz seiner Theologie in der Enzyklika „Laudato si“ übernommen hat. Ein interessantes Detail: Der Papst bat, dass ihm Boff die Post nicht direkt schicke, sonst bekomme er sie vielleicht gar nicht. Er gab ihm einen verlässlicheren Weg für die persönliche Post an.
Helmut Teodoro Rohner

Unter dem Titel „Papstberater Boff“ in der Märznummer 2017 von Kirche In erstmals erschienen.


Heute vor 30 Jahren

Heute vor 30 Jahren (.pdf Datei - 46 kB)


Eltern in Südafrika: Totgeborene kein "medizinischer Abfall"

Ärzte, die für Kinder unter 26 Wochen Totenschein ausstellen und sie Eltern übergeben, riskieren ihre Zulassung. Pretoria, 09.03.2017 (KAP/KNA).
In Südafrika fordert eine Gruppe von Eltern einen ethischeren Umgang mit totgeborenen Kindern. Die Eltern verlangten mit einer Demonstration vor dem Obersten Gerichtshof in Pretoria die Abschaffung eines Gesetzes, wonach fehlgeborene Föten vor der 26. Schwangerschaftswoche als "medizinischer Abfall" entsorgt werden müssen, wie die Zeitung "The Citizen" (Donnerstag) berichtet. Die Organisation "Voice of the Unborn Baby" (Stimme des ungeborenen Babys) reichte demnach einen entsprechenden Antrag beim Höchstgericht ein. "Die Angehörigen haben keine Chance, durch eine Beisetzung abzuschließen", wird eine Betroffene zitiert. Die Eltern müssten auch vor der 26. Woche die Wahl haben, die Kinder mit sich zu nehmen. Die Kapstädterin hatte ihre Zwillinge laut Bericht in der 23. Schwangerschaftswoche verloren. Die Föten seien als "Abfall" deklariert und verbrannt worden. Seitdem leide sie unter Depressionen. Örtlichen Medienberichten zufolge beschrieben südafrikanische Fachärzte die bisherige Regelung als "grob unmenschlich". Viele Ärzte seien dazu übergegangen, auch Kindern unter 26 Wochen einen Totenschein auszustellen, um sie den Eltern übergeben zu können. Damit riskierten sie jedoch ihre Zulassung.
Quelle: kathpress Tagesdienst vom 9.3.2017

Dank der Initiative von Daniela Bohle von unserer Basisgruppe Senfkorn gibt es in Vorarlberg schon einige Jahre einen eigenen Friedhof für Frühgeburten und zweimal im Jahr eine Totenfeier, bei der Katholiken und Muslime zusammen feiern. Daniela ist engagierte Krankenhausseelsorgerin. Das ist ein gutes Beispiel, wie wichtig es ist, Frauen in unsere Pastoral aktiv einzubinden. Die zölibatären männlichen Priester haben für manchen Fragen (ohne ihre Schuld) zu wenig Gespür.
Helmut Rohner


Drei Glossen für „Wir sind Kirche“

Erstaunt angemerkt (.pdf Datei - 46 kB)

Eigene Sommer-Auslese freudig angemerkt (.pdf Datei - 49 kB)

Persönlich erarbeitet und angemerkt (.pdf Datei - 49 kB)


Bin ich ein Rassist - ja oder nein? Frage und Antwort


FRAGE: Bin ich ein Rassist? (.pdf Datei - 48 kB)

Von N.N. zugesandter Text:

Bin ich ein Rassist?
Und diese Frage ist durchaus ernst gemeint!
Ich mag keine Chinesen die Hunden bei lebendigem Leibe das Fell abziehen und diese Hunde dann essen!
Ich mag keine weißen Amerikaner die schwarzen Menschen in den Rücken schießen und ich mag keine schwarzen Amerikaner die Weißen Menschen in den Rücken schießen!
Ich mag keine Menschen aus Afrika, aus den arabischen Ländern oder woher auch immer, die mit Drogen, Waffen und Menschen dealen!
Ich mag, keine schwarzen, Weißen, gelben, roten oder grünen Menschen, die, wenn sie besoffen sind, nicht mehr wissen was sie tun!
Ich mag keine Menschen denen ihre Religion über alles geht und die dafür sogar morden, vergewaltigen, quälen und brandschatzen!
Und ich mag Menschen nicht, die auf Kosten anderer Menschen ihre Schäfchen ins Trockene bringen wollen, auch da ist es mir egal welcher Couleur!
Ich mag aber Menschen die nett und höflich sind, Menschen die andere respektieren und keinen Unterschied zwischen Mann und Frau machen, Menschen mit denen man Spaß haben kann, denen egal ist ob ich hübsch oder hässlich, ob ich Katholik, ohne Glauben oder sogar Muslim bin!
Und ich mag Lügen, egal von wem auch immer, ums Verrecken nicht! Und ganz besonders nicht, von Politikern!!!
Noch einmal, bin ich Rassist?

ANTWORT: Bin ich ein Rassist? (.pdf Datei - 48 kB)


Bild zum Text von Heidegger

Je suis Jesus: Jesus-Selfies, die keine Selfies sind


Heidegger, Ich-bin-Worte-Jesu:
Bitte hier klicken >>
(.pdf Datei - 504 kB)

Klaus Heidegger, zu den Sonntagsevangelien im Mai 2015


Unvergessliche Hauskirche in Vorarlberg

Eine Oma und Uroma (Jahrgang 1925) – sie weiß auswendig den Geburtstag aller ihrer zahlreichen Nachkommen - wusste, dass ein Teil ihrer Enkel und Urenkel an Ostern nicht in der Kirche waren. Deshalb feierte sie mit ihnen rund um ihren Stubentisch eine Hauskirche, von der alle Anwesenden begeistert waren. Freundlicherweise stellte sie mir den Ablauf für meine Website zur Verfügung.

Mai 2013   Pfr. Helmut Rohner

Bitte hier klicken >> (.pdf Datei - 40 kB)



Zeitungsausschnitt Kirchenblatt

Dynamisch nach vorne

Papst Franziskus sagt in bewegten Worten, der Heilige Geist gebe uns, der Kirche und dem Konzil eine dynamische Ausrichtung nach vorne, auch wenn viele von uns das als unangenehm empfinden. Der Heilige Geist ruft uns zu: Avanti! Vorwärts! Nicht stehen bleiben oder gar rückwärts gehen wollen!

Lästiger Heiliger Geist (.pdf Datei - 2 MB)


Katholische Hauskirche in Hessen / Deutschland

Einladung

Liebe Hauskirchen-Teilnehmer/innen,
wie bei unserm letzten Treffen vereinbart, lade ich Euch für Mittwoch, 8. Mai in mein Haus in Krofdorf, Kattenbachstr. 116, ein. Beginn 18 Uhr.
Ich werde Wein und Brot bereitstellen – sowie eine Suppe kochen. Bitte bringt nicht zu viel Essbares mit.
Als Reflexionstext werde ich Lukas 19, 12-27 (Das Gleichnis vom anvertrauten Geld) wählen und dabei die Frage stellen, ob man allen Worten von Jesus Glauben schenken sollte.
Ich bitte um kurzen Bescheid, wer vermutlich kommen wird.
Mit freundlichen Grüßen, Siegfried George

Begründung dieser Praxis (Grundlagenpapier) (.pdf Datei - 164 kB)


Zur Freiheit verpflichtet

Zur Freiheit verpflichtet (.pdf Datei - 76 kB)


Identität als Verbundenheit

Identität als Verbundenheit (.pdf Datei - 120 kB)


Hildegard Goss-Mayr, Jo Hanssens

Jean Goss
Mystiker und Zeuge der Gewaltfreiheit

Eine etwas ungewöhnliche Buchbesprechung - lesen Sie mehr >> (.pdf Datei - 72 kB)



Mit dem Schweizer Kapuziner Walbert Bühlmann war ich eng befreundet. Er hat, noch viel stärker als ich, einen Wandel von einer traditionellen zu einer modernen Theologie durchgemacht und sich dann sehr mutig für die neuen Erkenntnisse eingesetzt und sie in Vorträgen und Büchern verbreitet. Bei meinen Papieren fand ich nun einen Brief Bühlmanns an Kardinal Ratzinger über die Priesterweihe von Frauen in der katholischen Kirche. Bruder Walbert mit 80 Jahren schreibt mit seiner alten Schreibmaschine und bessert händisch die Fehler aus. Der Inhalt des Briefes ist, wie bei Br. Walbert immer, sehr höflich, aber auch klar.

Brief in gesamter Länge als .pdf Datei:
Priesterweihe für Frauen (.pdf Datei - 3,6 MB)


Reich Gottes und Kirche

Reich Gottes und Kirche (.pdf Datei - 112 kb)


Dornbirn, 4.4.2012

Sehr geehrter Herr Bischof Manfred Scheuer,

soeben habe ich das Interview zum Spagat der Einheit gelesen.
Sie sagen dort, die Frage des Amtes sei nicht partikularrechtlich geregelt.
Damit fragen sie nach der rechtlichen Regelung, nicht aber nach dem, was wir von Jesus aus den Evangelien wissen. Das müsste doch über den rechtlichen Regelungen stehen.
Schon lange suche ich jemand, der mir sagen kann, wo in den Evangelien eine Stelle sei, die uns von einer von Jesus vollzogenen Priesterweihe erzählt. Den Evangelien entsprechend hat Jesus keine Priester geweiht. Also hat die Kirche volle Freiheit das Amt so zu regeln wie es am besten den lokalen und zeitlichen Anforderungen entspricht.
Darf ich um eine kurze Antwort bitten?
Herzliche Grüße und gesegnete Ostern!

Helmut Rohner



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Eucharistie ohne Priester

Brief: Eucharistiefeier ohne priesterlichen Vorsitz (.pdf Datei - 76 kb)

Brief an Bischof Manfred Scheuer.pdf (.pdf Datei - 44 kb)

Hochgebet

Das zentrale Gebet einer Eucharistiefeier wird traditionell Hochgebet genannt. Im Absamer Gebetskreis lesen normalerweise alle zusammen den Einsetzungsbericht aus der Bibel. Die Gebete vor und nachher beten sie spontan, frei formuliert und reihum. Bei der Feier, die dann gefilmt wurde, haben die TeilnehmerInnen das unten aufgezeichnete Hochgebet vorher aufgeschrieben, um es dann gemeinsam lesen zu können. Als Hintergrund gilt den 6 Mitgliedern des Kreises immer das Jesuswort: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, bin ich mitten unter ihnen.“(Mt 18,20)

Jesus, du hast uns aufgefordert, immer an dich zu denken, wenn wir miteinander essen und trinken.

Wenn wir das heute in dieser besonderen Form tun, dann bitten wir dich besonders:

Dein Geist komme jetzt auf uns und unsere Gaben. Lass uns diese Gaben zum Heil werden,
lass du uns, wenn wir nun das Brot essen und den Wein trinken, eins werden mit dir.
Wandle du Brot und Wein in die Gaben des Heiles,
die uns verwandeln und in innige Gemeinschaft mit dir bringen.

Du hast am Abend, als deine Passion begann,
das Brot genommen, deinem Vater im Himmel gedankt,
es geteilt und an deine Freunde und Feundinnen verteilt.
Dazu hast du gessagt: Nehmt und esst, das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird.

Dann hast du den Kelch mit Wein genommen, wieder deinem Vater gedankt und ihn dann verteilt mit den Worten:
Nehmt und trinkt. Das ist mein Blut,
für euch und für alle vergossen zur Vergebung der Sünden.
Das ist das Zeichen des Neuen Bundes.

Tut dies zu meinem Gedächtnis.

Ja, Jesus, diesen Auftrag nehmen wir ernst und wir danken dir dafür.

Wir nehmen das Brot und essen, wir nehmen den Wein und trinken.
Und wir wissen uns dabei eins mit dir.

Wir verkünden deinen Tod und preisen deine Auferstehung bis du wiederkommst in Herrlichkeit.


Katholische Priesterweihe für Frauen

Teil 1: Bischof Helmut Krätzl (.pdf Datei - 72 kb)

Teil 2: zur Frauenweihe (.pdf Datei - 40 kb)

Teil 3: Gehirnwäsche in Bezug auf Frauenweihe? (.pdf Datei - 88 kb)


Gesprächsprozesse, aber kein Reformdialog

Gesprächsprozesse, aber kein Reformdialog (.pdf Datei - 52 kb)